Allgemein CS:GO E-Sports Gaming

ESL One Cologne 2017

Da ich mich sehr für die E-Sports Szene von Counter Strike Global Offensive (CS:GO) interessiere bin ich das dritte Jahr in folge nach Köln an die ESL One gereist. (Die ESL One fand vom 07. bis 09. Juli 2017 statt)

Als ich die Tickets gekauft habe, erwartete ich dass ESL One wie 2014, 2015 und 2016 wieder ein Valve CS:GO Major Turnier sein wird. Dies hätte bedeutet, dass das Turnier zu der höchsten Kategorie der CS:GO Turniere gehört was in Anbetracht der über 15’000 Zuschauer die an der ESL One Cologne teilnehmen auch vollkommen legitim wäre. Die ehre des Majors wurde dem ESL dieses Jahr aber leider nicht gewährt, deshalb war ich etwas besorgt, dass die Qualität des Turniers leiden würde. Ich war somit schon vor der Anfahrt gespannt darauf was uns in Köln “drohen” würde.

Wir hatten uns entschieden dieses Jahr wieder mit dem Auto zu gehen, zwar waren wir wie letztes Jahr wieder nur zu zweit (wo das fliegen eher sinn macht) aber wir sind beide Petrolheads und hatten lust auf deutsche Autobahn. Die Anfahrt nach Köln gestaltete sich als langwieriger als wir gedacht hatten, wir setzten noch meinen Halbbruder in Karlsruhe ab, so kamen wir auf eine Reisezeit von locker 8 Stunden. (von Thun bis Köln) wir trafen also um 23:30 in Köln in unserem Hotel ein. Kurze dusche und dann schlafen um für den Freitag bereit zu sein.

Turniertag 1: Quarterfinals
Am Freitag sind wir bereits um 09:00 ins Stadion gegangen, da wir noch die “Eröffnungszeremonie” sehen wollten. Das Stadion war wiedermal optimal vorbereitet und schon beim ersten Schritt ins Stadion war mir klar, dass der fehlende Major Titel der Qualität des Events keinen schaden zugefügt hat. Die Bühne war wieder gigantisch und die Lanxes Arena grundsätzlich perfekt geeignet für den Event. Beim ersten Quarterfinal konnten wir einen mehr oder weniger hochkarätigen Match zwischen NaVi und G2 beobachten. G2 zeigte hierbei dass Sie ein absolutes Psychisches Problem haben! Im ersten Match hatten Sie NaVi komplett im Griff und waren kurz vor dem Sieg um dann komplett auseinander zu fallen und mit unnötigen Force Buys den ganzen Match her zu geben. Im zweiten Match waren Sie dann nicht mehr sich selbst und konnten ihre Starpower nicht in eine gute Leistung umwandeln. Dies hiess am Ende, dass NaVi den Sieg so ziemlich geschenkt bekommen haben. Solche Matches sind für mich nicht unbedingt interessant zu sehen, aber das lag wohl auch daran dass ich für beide Teams kaum Sympathien hege. Im zweiten Quarterfinal gings dann zur Sache! Meine lieblinge NiP welche gerade ein Jahr lang gegen jeden Verloren haben der auch nur ein bisschen CSGO kenntnisse hat traten nach ihrem überraschenden 3:0 in der Swiss Stage gegen Cloud9 an. NiP spielte sehr gut konnte die erste Hälfte auf Train mit 10:5 klar gewinnen, zeigte aber dann auf ihrer T Side eklatante schwächen und verlor 11 Runden in Folge um Train 16:10 zu verlieren. Auf der zweiten Map Cache zeigte NiP dass Sie dort momentan kaum schlagbar sind, NiP siegte 16:11. Auf der dritten Map Cobblestone holte sich NiP eine für Pro-Level akzeptable CT Half ein mit 5 gewonnen runden, zeigte aber dann wieder dass Sie ein massives Problem auf der T side hatten! Sie gewannen genau eine Runde und verloren 16:6. Ich persönlich war überzeugt, dass sich NiP nach dem Turnier von Thread ihrem “Super Strategen” trennen würde! Alle Caster und auch ich erwarteten “Next Level” Strategien auf der T Side aber da kam gar nichts! Mal schauen was NiP sonst noch so liefert.
Nach dem Out von NiP waren wir etwas genervt und entschieden uns, anstatt dem Stadionfras etwas in Köln zu suchen.
Nach einer kurzen Taxifahrt mit einem freundlichen Kölner Taxifahrer, kamen wir in der Innenstadt von Köln an. Hier bemerkten wir, das etwas anders war als in den letzten 2 Jahren: überall liefen komische Gestalten herum. Nach einigen Momenten war klar, Köln war Ziel des CSD – Christopher Street Day. Überall waren Bühnen und Darbietungen für die Gaycommunity am laufen. Wir schlichen uns darum herum und fanden anschliessend relativ schnell wieder zum geliebten Restaurant. Diesesmal wars nicht ganz so gut, das Fleisch wurde ungefragt well done Serviert und die Angestellten waren nicht sehr zuvorkommend. Nach 2 guten Jahren wars dieses Jahr eher lau. Also gingen wir anschliessend ins Hotel und legten uns hin!

Turniertag 2: Semi Finals
Nachdem wir am Vormittag etwas in Köln rumgewandert sind (Schrittzahl an dem Tag über 22’000) haben wir uns pünktlich auf die Matches wieder im Stadion eingefunden. Cloud9 hatte im ersten Halbfinale zwar etwas zu kämpfen aber schlug Navi auf Mirage mit 16:13 und Overpass mit 16:14. Der Match war nicht all zu spannend und ich konnte beide Teams nicht wirklich leiden darum kam auch nicht wirklich Spannung auf. Im zweiten Match hatte ich riesige Hoffnungen auf FaZe Clan. Hauptsächlich weil ich den Norweger im Team Havard RAIN Nygaard, welcher meiner Meinung nach einer der besten CS:GO Player der Welt ist. Im ersten Match auf Overpass hatte SK leichtes Spiel gegen FaZe, sie spielten unwiederstehlich auf der CT side nutzten ihre AWP Fähigkeiten aus um beide Sites komplett zu schliessen. So ging der Overpass Match mit 16:4 an SK Gaming. Im zweiten Match sah es danach aus, dass FaZe weiter durch verliert, doch dann entschied RAIN dass er genug hat von dem Scheiss und er spielte unglaublich! So eine Dominanz von einem einzelnen Spieler habe ich noch nie gesehen und das nicht gegen irgendwelche zweitreihen Spieler! Von den 10 Spielern auf dem Server gehörten mindestens 5 oder 6 zu den allerbesten der Welt und RAIN liess sie aussehen wie die letzten Noobs! Trotzdem verlor FaZe 16:14

Turniertag 3: Finals

Der dritte Tag wurde mit grossem Tam-Tam aufgezogen und ich freute mich nur mässig auf die begegnung von C9 und SKG. Beide sind mir eher unsympathisch, trotzdem tendierte ich eher richtung C9 da Sie eher der Underdog waren. Leider wurde auch da meine Tendenz enttäuscht. SK schlug C9 mehr oder weniger klar in 3 Games. Wir zogen uns dann ins Hotel zurück, da wir auch nicht wirklich lust auf weiteren CSD Wahnsinn hatten und gingen dann relativ früh schlafen um uns dann am nächsten Tag nach Hause zu begeben.

 

Als Fazit kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat und ich wirklich Spass hatte, leider haben irgendwie immer die falschen Gewonnen aber das wird sich irgendwann auch wieder ändern!

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